Wohnformen Zeitgemäss oder Veränderung in Zukunft - Me-Lebenssinn.ch

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Gemeinsam staunen über dei Temwerke der Teilnehmer des Flossrennens
Spass, Sport und basteln verbinden, schaffen Gemeinschaft und machen spass
Gemeinschaft haben ist für die Kinder noch kein Problem.
Das ist die Wohnform, die ich mir Vorstelle. 
Veränderung: neue Wohnformen stärken unsere Gesellschaft



Lebt unsere Gesellschaft noch Zeitgemäss?


Individualismus, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, dass sind Schlagworte die unsere Zeit prägen. Ist es aber wirklich das, was die Gesellschaft sucht und braucht? Funktioniert so das Zusammenleben? Auf den ersten Blick mag das ja stimmen. Doch wie sieht es in der Realität aus?
Hauptsache, mir geht es gut. Wie kommt das bei Ihnen an? Dasselbe wünschen sie ja sicher auch für sich. Kann eine Gesellschaft denn harmonieren, wenn jeder in erster Linie für sich schaut und an sich denkt? Wenn ich so um mich schaue, fällt mir auf, dass vor lauter Individualismus und Selbstbestimmung so einiges schief läuft. Noch nie hatten wir so viele Scheidungen wie heute. Noch nie waren so viele Menschen einsam. Noch nie waren Spitäler und vor allem Psychiatrische Kliniken so überfüllt. Noch nie hatten wir an den Schulen so viele verhaltensgestörte Kinder. Ist es da nicht an der Zeit, dass wir uns Gedanken über unsere heutige Gesellschaftsform machen?

Wie begegnen wir diesen Umständen?

Ich bin überzeugt, wenn wir diesen Problemen begegnen und sie ändern wollen, braucht es ein Umdenken. Wir werden uns vor allem überlegen müssen, was die grundsätzlichen Bedürfnisse des Menschen sind. Wozu wurde der Mensch geschaffen? Bereits in der Schöpfungsgeschichte steht geschrieben "es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei"! Was heisst das konkret?
Der Mensch ist geschaffen um Gemeinschaft zu haben. In diesem Umfeld kann er sich geborgen fühlen. Hier hat er eine Aufgabe, die dem Leben einen Sinn gibt. Hier findet er Anerkennung. In diesem Umfeld findet er Ohren, die im zuhören. In der Gemeinschaft kann er sich mitteilen. Alles Dinge, die der Mensch und auch unsere Gesellschaft dringend nötig haben und die, physisch wie psychisch, die Gesundheit erhalten. Die Wissenschaft stellte nämlich fest, dass der Ursprung vieler Krankheiten (man spricht von 80%) psychische Probleme sind. Wie oft hören wir doch in unserem Umfeld: "Das schlägt mir auf den Magen" oder "Diese Probleme belasten mich" usw. Ist es da verwunderlich, dass viele Menschen heute über Magenprobleme und Rückenschmerzen berichten? Wenn wir uns so überlegen, gibt es noch etliche solcher Aussprüche, die wir in den Zusammenhang mit Problemen und Krankheiten bringen können.
Gesundheit ist für den Menschen aber wichtig, denn nur wenn wir Gesund sind, fühlen wir uns richtig wohl. Damit der Mensch Gesund bleibt und sich wohl fühlt braucht er eine Aufgabe und Anerkennung. Er braucht einen Lebenssinn. Damit diese Bedürfnisse erfüllt werden  können braucht es das entsprechende Umfeld. Nur in der Gemeinschaft mit andern, können unsere Bedürfnisse wahr genommen werden. Nur in der Gemeinschaft sehe ich was andere tun und brauchen. Nur wenn ich meinen Individualismus einschränke und mich in die Gesellschaft integriere, kann ich auch erfahren und sehen, was die andern benötigen und meinen Teil zum Wohlfühlen beitragen. Wenn ich bereit bin zu geben, werde auch ich erhalten.
Das passiert aber nicht einfach so. Damit Gemeinschaft funktioniert und jeder seine Anerkennung die er braucht bekommt, müssen wir auch lernen, den andern so zu akzeptieren wie er ist. Es ist eine Tatsache, dass der eine stärker und der andere schwächer, der eine schneller und der andere langsamer ist. Auch die Gaben und Fähigkeiten, sowie die Interessen eines jeden sind wieder anders. Dann werden wir immer Theoretiker und Praktiker haben. Man könnte hier noch vieles aufzählen, den Gott war so kreativ, dass er jeden Menschen wieder anders gemacht hat. Unsere Herausforderung ist es nun, mit diesen Verschiedenheiten klar zu kommen. Wenn ich erwarte, dass ich so sein darf wie ich bin, hat auch mein Bruder, meine Schwester, Frau, Mann, Nachbar, Mitarbeiter, Mitschüler usw. das recht anders zu sein und so angenommen zu werden wie er oder sie ist. Wenn wir das begriffen haben, ist der Erste Schritt getan, dass das Zusammenleben mit andern wieder funktioniert und angenehmer wird. Dies bedingt aber auch, dass der Individualismus zugunsten des Allgemeinwohls eingeschränkt wird. Egoismus hat in einer funktionierenden Gesellschaft ebenfalls keinen Platz.
Auch hier gibt uns die Bibel Anleitungen, wie das funktionieren kann:

-   Geben ist seliger den nehmen
-   Der Letzte wird der Erste sein
-   Ein jeder diene dem andern
-   Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst

Die Liebe wurde uns als das wichtigste Gebot gegeben. Wenn wir den nächsten Lieben und ebenfalls geliebt werden möchten, dürfen wir das Satzende nicht übersehen, denn da steht: wie dich selbst! Also doch Egoismus? Nein, das heisst, wenn ich mit mir nicht im Reinen bin und an mir alles schlecht finde, wie kann da der Nächste an mir etwas Gutes und Liebenswertes finden? Also bin ich aufgefordert, auch mich so zu lieben und zu akzeptieren wie ich bin.

Wie lebten unsere Vorfahren?

Vor der Industrialisierung war es üblich, dass die Familien sich von Ihrem Grund und Boden ernährten. Man war auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung angewiesen. Daher war es auch selbstverständlich, dass man als Familie zusammen lebte. Dabei waren es nicht nur Eltern und Kinder, die sich das Heim teilten, da waren mindestens Grosseltern und auch Urgrosseltern mit integriert. Wenn es die Grösse des Hofes zuliess, waren auch alleinstehende Geschwister in diese Gemeinschaft eingebunden. Jeder diente dieser Gemeinschaft nach seinen Kräften und Fähigkeiten.  

Welche Vorteile brachte dieses Wohnmodel?

So funktionierte Gemeinschaft, niemand war allein. Wenn Hilfe nötig war, egal welcher Art, sie war vorhanden. Es war selbstverständlich, dass man sich zur Hand ging, war es Lasten heben und tragen im wörtlichen Sinn, dass schwere Dinge zu zweit bewältigt wurden. Aber auch wenn jemand Probleme hatte, da war immer einer/eine da, mit dem ein Gespräch möglich war. Es gab für jeden eine sinnvolle und den Kräften angepasste Aufgabe. So machte das Leben für jeden, ob alt oder jung, einen Sinn. Die Jungen konnten sich auch freier bewegen, das heisst als Mann und Frau einmal ohne Kinder etwas unternehmen, weil ja die Grosseltern oder vielleicht Geschwister da waren, die bei der Kindebetreuung ablösten und unterstützten. War einmal jemand Krank, war ein anderes Familienmitglied oder mehrere da, die die Pflege übernahmen und teilten. Viel jemand aus, war dies die Hausfrau oder der Versorger der Familie, sprang ein anderes Familienmitglied ein. Lebenshaltungskosten waren geringer, da vieles geteilt und gemeinsam finanziert werden konnte. Grössere Anschaffungen konnten als Kollektivgesellschaft getätigt werden. Man stand für einander ein und unterstützte wo man nur konnte.

Auch Gesellschaftlich hatte dieses Wohnmodel sehr viele Vorteile. Es gab weniger Sozialfälle, viel weniger psychisch Kranke Leute, dadurch brauchte es auch weniger Kliniken, weniger Sozialarbeiter, weniger Fürsorgegelder für die Gemeinde usw. Die Familien waren intakter. Es gab weniger Jugendkriminalität. Jugendliche und Kinder hatte es nicht nötig, sich mit Drogen zu betäuben um mit Ihren Problemen zurecht zu kommen, da immer jemand da war mit dem sie über ihre Probleme und Sorgen reden konnten. Alters- und Pflegeheime waren nicht überfüllt und nicht so gross und komplex wie heute, da nur die Leute, die wirklich keine Familie mehr hatten in diesen Institutionen untergebracht werden mussten. Die alten wurden auch nicht einfach abgeschoben, weil man keine Beschäftigung (Verwendung) mehr für sie hatte. Auch für die Senioren gab es in der Kommune immer eine ihren Kräften entsprechende Aufgabe. So war das Leben auch für diese Leute immer noch Lebenswert und sie fühlten sich gebraucht, was sich wiederum auf die Gesundheit der Leute auswirkte und so weniger Spitalaufenthalte anfielen, keine Psychiatrien, Alters- und Pflegeheime vollgestopft wurden. Dies hatte wiederum auf die Gesundheitskosten positive Auswirkungen und die Krankenkassen wurden weniger belastet. Dies hatte den angenehmen neben Effekt, dass die Krankenkassenprämien günstiger und für die Versicherten tragbar waren.

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